Rossio

Rossio

Der Rossio, eigentlich Praça de D. Pedro IV., ist der wohl berühmteste Platz in Lissabon. Hier am Rossio treffen sich gleichermaßen Touristen und Einwohner, um das Stadtleben zu genießen oder in einem der umliegenden Cafés ihren Cafezinho zu trinken.

Ursprünglich lag die Stadt Lissabon auf dem Hügel um das Castelo de São Jorge herum, doch ab dem 13. Jahrhundert wurden auch die Felder (alt-portugiesisch "Rossio") in der Senke am Tejo besiedelt. Hier begann die Geschichte des Rossio.

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte der Rossio viele Wandel. Einst befanden sich am Rossio das Allerheiligenspital, das wichtigste Krankenhaus in Lissabon, ein Dominikanerkloster und der Palácio das Almadas, später Palast der Unabhängigkeit, in dem der portugiesische Adel die Unabhängigkeit von Spanien plante.

Beim großen Erdbeben von 1755 in Lissabon wurden auch fast alle Gebäude am Rossio vollständig zerstört, nur der Unabhängigkeitspalast blieb erhalten. Doch schon bald plante Sebastião José de Carvalho e Mello (Marquês de Pombal) den Wiederaufbau von Lissabon und auch der Rossio erhielt ein neues Aussehen. Durch die Umstrukturierung der Straßen in Lissabon erhielt er eine noch größere Bedeutung.

Das einzige Überbleibsel am Rossio aus der Zeit vor dem Erdbeben, der Unabhängigkeitspalast, fiel 1836 einem großen Feuer zum Opfer. An seiner Stelle wurde das Teatro Nacional D. Maria II errichtet, das auch auf dem Foto zu sehen ist.

Des weiteren befinden sich am Rossio zwei französische Bronzespringbrunnen, eine Statue des portugiesischen Königs und brasilianischen Kaisers Pedro IV bzw. Pedro I und der Kopfbahnhof Rossio, einer der wichtigsten Bahnhöfe in Lissabon
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